Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (2022)

Freistaat Sachsen

1 Land und Leute l 2 Die Landeshauptstadt l 3 Städte und Landkreise l 4 Flüsse in Sachsen l 5 Gebirge und Landschaften l 6 Sachsen zur Zeit der DDR l 7 Benachbarte Bundesländer / Nachbarstaaten l 8 Große Unternehmen l 9 Parlament und Regierung 

Zu diesem Thema schlagen wir dir vor:
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1 Land und Leute

In Sachsen lebten am 31. Dezember 2020 auf einer Fläche von 18.449,99 Quadratkilometern insgesamt 4.056.941 Einwohner. Auf jedem Quadratkilometer wohnen also 220 Menschen. Sachsen bezeichnet sich als Freistaat. Dieser Name geht auf das Jahr 1918 zurück, als das Königreich Sachsen aufgelöst wurde. Damit wurde ausgedrückt, dass das Land keinem König mehr untertan war.

Etwa 60.000 Menschen zählen zur Minderheit der Sorben. In Sachsen lebten Ende 2017 etwa 186.000 Ausländer. Das entsprach einem Anteil von 4,6 Prozent aller Einwohner, eine im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr geringe Zahl.

In Sachsen werden mehrere Dialekte gesprochen, darunter Meißnerisch, Osterländisch, Vogtländisch, Erzgebirgisch und Lausitzisch. Viele Angehörige der Volksgruppe der Sorben sprechen Obersorbisch, das mit der tschechischen und der slowakischen Sprache verwandt ist. Andere Sorben reden Niedersorbisch, das Gemeinsamkeiten mit der polnischen Sprache hat.

Von 100 Menschen in Sachsen sind knapp 73 konfessionslos, 21 gehören einer evangelischen Kirche an und 4 der römisch-katholischen Kirche.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (1)

Die Bastei im Elbsandsteingebirge in Sachsen - Bild: Pixabay.com (PD)

2 Die Hauptstadt

Die Hauptstadt Sachsens ist Dresden. Die Stadt liegt an der Elbe und hat 556.227 Einwohner. Dresden wird auch manchmal "Elbflorenz" genannt, weil es mit seinen vielen prächtigen Bauten aus dem Zeitalter des Barock an die italienische Stadt Florenz erinnert. Dazu gehört zum Beispiel das Residenzschloss, in dem einst die sächsischen Könige residierten. Der Zwinger ist ein Gebäudekomplex mit Parkanlagen, Museen, Ausstellungshallen und Festsälen. Bekannt sind auch die Semperoper und die Frauenkirche, eine der schönsten Kirchen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Brühlsche Terrasse an der Elbe wird auch als "Balkon Europas" bezeichnet. Im Februar 1945 wurden die Stadt Dresden und viele ihrer Prachtbauten bei Bombenangriffen zerstört. Mittlerweile hat man sie weitgehend wieder aufgebaut.



Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (2)

Die wieder aufgebaute Frauenkirche ist eines der Wahrzeichen Dresdens - Bild: Hamsterkiste

3 Städte und Landkreise

Andere große Städte sind Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Görlitz, Freiberg und Bautzen .

Sachsen ist in zehn Landkreise eingeteilt: Bautzen (Budyšin), Erzgebirgskreis, Görlitz (Zhorjelc), Leipzig, Meißen, Mittelsachsen, Nordsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Vogtlandkreis und Zwickau. Die Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz gehören zu keinem der Landkreise. Man bezeichnet sie als kreisfreie Städte.

In jedem Landkreis, in jeder Stadt und in jeder Gemeinde werden regelmäßig Frauen und Männer gewählt, die über wichtige Angelegenheiten beraten und abstimmen. Ihre Versammlung nennt man Kreistag, Stadtrat oder Gemeinderat. An der Spitze der Landkreise stehen gewählte Landrätinnen und Landräte, in den Gemeinden und Städten werden Bürgermeisterinnen oder Bürgermeister gewählt. Ihre Amtszeit beträgt jeweils sieben Jahre.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (3)

In Leipzig steht dieses wunderschöne Alte Rathaus. - Bild: Hamsterkiste

4 Flüsse in Sachsen

Die Elbe ist 1094 km lang und damit einer der längsten europäischen Flüsse. Sie entspringt in Tschechien und mündet bei Cuxhaven in die Nordsee. Sie durchfließt Sachsen von Südosten nach Nordwesten, Städte wie Meißen, Pirna und Dresden liegen an der Elbe.

Die Mulde ist ein linker Nebenfluss der Elbe. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss der Zwickauer und der Freiberger Mulde bei Leipzig. Zusammen mit der Zwickauer Mulde ist die Mulde 314 km lang. Im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt fließt sie in die Elbe.

Die Spree entspringt in der Oberlausitz im Osten Sachsens aus insgesamt drei verschiedenen Quellen. Sie ist 400 km lang und durchließt die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin. Hier mündet sie in die Havel.

Die Lausitzer Neiße ist ein 254 km langer Nebenfluss der Oder. Sie entspringt im Isergebirge in Tschechien und mündet in Brandenburg beim Örtchen Ratzdorf in die Oder. Seit 1945 bildet sie die Grenze zum Nachbarland Polen.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (4)

Die Elbe bei Dresden - Bild: Hamsterkiste

5 Gebirge und Landschaften

Das Erzgebirge verläuft im Süden des Landes. Es ist ca. 140 km lang und durchschnittlich 40 km breit. Ein großer Teil des Gebirges liegt im Nachbarland Tschechien, wo sich auch der höchste Gipfel befindet. Höchster Berg auf deutscher Seite und damit höchster Berg Sachsens ist der Fichtelberg mit 1215 Metern.

Das Elstergebirge ist ein kleines Gebirge im Süden Sachsens an der Grenze zu Tschechien. Höchster Berg ist der Kapellenberg mit 759 Metern.

Das Elbsandsteingebirge ist ein bis zu 723 Meter hohes Sandsteingebirge, das sich in Tschechien und Sachsen entlang der Elbe erstreckt. Hier gibt es viele zerklüftete Felsen, Ebenen und Schluchten. Dieses Gebirge gehört zum Nationalpark Sächsische Schweiz.

Im Westen Sachsens liegt das Vogtland. Diese hügelige Landschaft wird vom Erzgebirge und Thüringischen Schiefergebirge begrenzt. Sein Namen geht auf die hier einst herrschenden Vögte zurück. Größte Stadt des Vogtlands ist Plauen.

Die Oberlausitz ist eine Landschaft im Osten Sachsens. Der mittlere Teil ist hügelig, im Süden geht die Oberlausitz in das Lausitzer Bergland über. Teile der Oberlausitz liegen auch in Polen und Tschechien, im Norden schließt sich in Brandenburg die Niederlausitz an. Zentrum der Oberlausitz ist die Stadt Bautzen.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (5)

Die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz - Bild: gemeinfrei

6 Sachsen zur Zeit der DDR

Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Sachsen zur DDR. Es wurde 1952 in vier Bezirke aufgeteilt. In der DDR herrschte nur eine Partei, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). Man benannte 1953 die sächsische Stadt Chemnitz nach dem Philosophen Karl Marx in Karl-Marx-Stadt um. In der DDR gehörten die meisten Betriebe als "Volkseigene Betriebe" dem Staat.

Die Landwirtschaft wurde von "Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften" (LPG) betrieben. Zu einer LPG gehörten große Flächen, die Eigentum des Staates waren und die von angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern bewirtschaftet wurden.

Nur wenige Einwohner der DDR durften in westliche Länder reisen. Der Staatssicherheitsdienst überwachte die Bürgerinnen und Bürger. Die DDR war durch eine stark gesicherte Grenze von der Bundesrepublik Deutschland getrennt, in Berlin ließ die Führung der DDR im August 1961 eine Mauer errichten, die den Westteil der Stadt von Ostberlin und der übrigen DDR trennte.

Im Herbst 1989 demonstrierten viele Menschen in der DDR für mehr Freiheit. In Leipzig gingen bei den Montagsdemonstrationen Tausende Menschen auf die Straße. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und Deutschland wurde ein Jahr später wiedervereinigt. Auf dem Gebiet der DDR entstanden nun fünf neue Bundesländer, einer davon der Freistaat Sachsen.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (6)

Aus der Zeit der DDR stammt in Dresden der Kulturpalast, der 1969 erbaut wurde - Bild: Hamsterkiste

7 Benachbarte Bundesländer und europäische Staaten

Im Süden grenzt Sachsen an die Tschechische Republik, im Osten an die Republik Polen. Im Südwesten Sachsens liegt Bayern. Im Westen hat es eine gemeinsame Grenze mit dem Bundesland Thüringen. Im Nordwesten und Norden liegen die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Brandenburg .

8 Große Unternehmen

Nach dem Ende der DDR mussten viele Firmen in Sachsen schließen. Mittlerweile haben sich aber wieder Unternehmen hier angesiedelt, besonders die Regionen um Dresden und Leipzig sind wirtschaftlich erfolgreich. In Leipzig haben die Autofirmen Porsche und BMW Fabriken gebaut, in Chemnitz, Zwickau und Dresden hat sich VW niedergelassen.

Dresden ist außerdem ein Zentrum der Mikroelektronik, Firmen wie

Infineon und Globalfoundries haben hier Fabriken. Die Komsa-Gruppe ist im Bereich der Telekommunikation tätig. Auch die Firma Siemens hat Niederlassungen in Dresden und in Görlitz. Zu den Betrieben mit den meisten Beschäftigten gehören auch die Technischen Werke Dresden und die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) .

In der alten Handelsstadt Leipzig finden schon seit Jahrhunderten Messen und Ausstellungen statt, auf der Kaufleute, Firmen und Händler ihre Waren präsentieren. Auch heute gibt es auf dem Messegelände jährlich die Leipziger Buchmesse und zahlreiche andere Veranstaltungen.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (7)

Auf dem Messegelände in Leipzig weisen diese Zeichen den Weg zu den Ausstellungen - Bild: Hamsterkiste

9 Parlament und Regierung

Gesetze für das Bundesland Sachsen werden von den Abgeordneten des Landtages beschlossen. Der Landtag von Sachsen tagt im Landtagsgebäude, das an der Elbe in der Landeshauptstadt Dresden liegt. Die letzte Landtagswahl fand am 1. September 2019 statt. Es wurden 119 Frauen und Männer für fünf Jahre als Abgeordnete gewählt. Diese Parteien sind im Landtag vertreten:Partei / Anzahl der Abgeordneten

  • CDU 45
  • AFD 38
  • LINKE 14
  • DIE GRÜNEN 12
  • SPD 10

Die Abgeordneten der CDU, der Partei DIE GRÜNEN und der SPD bildeten nach der Landtagswahl eine Koalition. An der Spitze der sächsischen Staatsregierung steht ein Ministerpräsident, der vom Landtag gewählt wird. Seit Dezember 2017 hat Michael Kretschmer von der CDU dieses Amt inne. Er wurde im Dezember 2019 als Ministerpräsident wiedergewählt. Zur Staatsregierung gehören der Ministerpräsident und 12 Ministerinnen und Minister.

Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (8)

In diesem Gebäude tagt der Landtag des Freistaates Sachsen - Bild: Hamsterkiste

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Steckbrief des Bundeslandes Sachsen (9)

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Author: Ouida Strosin DO

Last Updated: 01/02/2023

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